Rezensionen

Stimmen zu “Sonnenwende”
(Anthologie “Flucht in ein sicheres Leben”)

Jörg F. A. (per E-Mail; Erlaubnis liegt vor)
Nun lag ich da ganz gemütlich auf dem Sand an der Ostseeküste, während der Rest meiner Familie sich im Meer vergnügte. Ich fing an “Sonnenwende” zu lesen und hatte dabei große Mühe nicht zu weinen. Bisher habe ich noch kein aufwühlenderes Plädoyer für Flüchtlinge gelesen. Es war eine sehr spannende, aber auch realistische und traurige Geschichte, die wie ich finde sehr gelungen und in unserer Zeit dringend notwendig ist!

SarahV (Lovelybooks):
Ich finde diese Geschichte äußerst gelungen. Ja, die Erzähweise ist nicht typisch, aber die beiden Zeitsränge verleihen der Geschichte einen besonderen Reiz: man erfährt so erst nach und nach, wie es zur Flucht kam. Und schließlich ein Happy End. Daumen hoch!

mabuerele (Lovelybooks):
Die Geschichte gehört bisher mit zu den Besten. In einer Kurzgeschichte zwei Handlungsebenen zu verquicken und viele Bezüge zur Gegenwart einzubauen, dazu gehört Können.

(Anmerkung: Ab hier sind Spoiler enthalten.)
Die Überfahrt zum Beispiel widerspiegelt die heutige Lage. Es ist bedrückend, dass das Kind sterben musste, nur weil es geschrieen hat.

Die Brücke wurde zerstört, um die Flüchtlinge abzuweisen. Ihre Ankunft hat auch Parallelen in heutigen Fernsehberichten.

Doch auch die Rückblende zeigt kritische Momente. Wer es sich leisten konnte, hat sein Kind rechtzeitig in Sicherheit gebracht. Die “Helden” haben die Lamie besiegt – und dann: Nach uns die Sintflut! Das erinnert mich stark an Libyen. Der Diktator wurde verjagt – nun versinkt das Land im Chaos.

 

Stimmen zu Lesungen:

Burkhard Tomm-Bub (Blogger):
“Professionell auch die Lesung von Sarina Wood. Erstaunlich, dass dies erst ihre zweite öffentliche Lesung war, wie sie berichtete. (Allerdings wird es mir ein ewiges Rätsel bleiben, wie jemand eine Stunde lang verständlich und gut akzentuiert lesen und reden kann, OHNE ein Glas kohlensäurefreies Mineralwasser, o.ä. nebendran!) Oder Tee! :-) )
Teils untergründig, teils beklemmend und erschreckend waren die hervorgerufenen Assoziationen, welche die Geschichte vermittelte, dies in Hinsicht auf das Schicksal der Flüchtlinge heutiger Zeiten.”
(Volltext)

Hinterlasse eine Antwort

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *

Du kannst folgende HTML-Tags benutzen: <a href="" title=""> <abbr title=""> <acronym title=""> <b> <blockquote cite=""> <cite> <code> <del datetime=""> <em> <i> <q cite=""> <strike> <strong>